Martinsfest soll erinnern und die Gemeinschaft fördern

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Symbolfoto: Dieter Schütz /pixelio.de

Herzliche Einladung an alle Kleinen und Großen zu unserem diesjährigen St. Martins-Umzug am Freitag, den  09. November 2018

 

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
wie bereits in den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam mit Eltern, Vertretern des Elternausschusses der Kita, Vertretern der Grundschule und der Karnevalsgesellschaft Kettig den Ablauf wie folgt geplant:

Beginnen möchten wir gemeinsam um 16.45 Uhr mit einem ökumenischen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Bartholomäus Kettig.  Im Anschluss treffen wir uns um 17.15 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule Kettig. Von dort aus marschieren wir gemeinsam mit den Rheinischen Musikfreunden, der Freiwilligen Feuerwehr und mit St. Martin zum traditionellen Standort des Martinsfeuers auf den Berg, wo uns das lodernde Martinsfeuer erwartet. Die Auflösung des St. Martinszuges mit Ausgabe des Martinswecks an die Kinder wird gegen 19.00 Uhr im Bürgerhaus sein.

Warum ziehen wir jedes Jahr mit Laternen, Fackeln, Musik und  Gesang durch unseren Ort? Weil es ein Erlebnis für die Kinder ist! Ja sicherlich auch, aber auch, weil es eine langjährige Tradition und ein christlicher Brauch ist, der uns daran erinnern soll, mit unseren Mitmenschen zu teilen. Martin teilte seinen Mantel mit dem Bettler und in der folgenden Nacht erschien ihm der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen. Martin ließ sich taufen und im christlichen Glauben unterrichten. In diesem Zusammenhang bedeutet Teilen aber nicht nur etwas von seinem Hab und Gut den materiell schlechter gestellten Mitmenschen abzugeben, sondern auch, sich selbst anzubieten. Zum Beispiel als Helfer bei zu erledigenden Aufgaben z.B. in Form von Nachbarschaftshilfe, als Zuhörer und Ratschlaggeber oder zum Beispiel, um für die Gemeinschaft ein Martinsfest zu organisieren und zu gestalten, an dem sich viele Kleine und Große erfreuen.

Und warum zünden wir Laternen an? Dieser Brauch rührt aus der frühen Christenheit, wo mit Lichterprozessionen Ehrungen symbolisiert wurden. Zudem entzündeten die Menschen in vielen Orten Feuer auf den abgeernteten Feldern, um für die Ernte zu danken und sich vom Erntejahr zu verabschieden. Dabei bastelten die Kinder Fackeln aus Stroh und Laternen aus Rüben und anderen Materialien und zogen damit durch die Straßen - ähnlich den Erntegebräuchen der Kelten.

Aber was haben die Gänse mit dem Martins-Fest zu tun? Als die Menschen der Stadt Tour Martin später baten Bischof zu werden, versteckte er sich einer Überlieferung zu Folge im Gänsestall. Eine andere Legende erzählt davon, dass Gänse in die Kirche gewatschelt sind und die Predigt von Bischof Martin störten. Sie wurden zur Strafe gebraten.

Wir braten im Anschluss an den Martinszug keine Gänse, laden aber alle ein, das Fest mit einem gemütlichen Zusammensein im Bürgerhaus in Kettig
ausklingen zu lassen.

Bereits an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön im Vorfeld der Karnevalsgesellschaft “Gemütlichkeit“ Kettig, der Kindertagesstätte, der Grundschule, der Freiwilligen Feuerwehr, den Rheinischen Musikfreunden, der Pfarrgemeinde Kettig und allen fleißigen Helfern im Hintergrund, ohne deren engagierten Einsatz diese Veranstaltung nicht möglich wäre.

Ihr


Peter Moskopp
Ortsbürgermeister