"Weiße Flecken“ im Landkreis erhalten endlich Breitbandausbau

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Symbolfoto: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de

Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

Vorzeitiger Maßnahmenbeginn für 23 Projektgebiete im Landkreis bewilligt – Landrat: Endlich können Bagger rollen - Lange genug mussten Teile der Bevölkerung im Landkreis Mayen-Koblenz warten. Nun ist es Gewissheit: Im Kreishaus ist die Bewilligung für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn in Sachen Breitbandausbau eingetroffen. 23 Projektgebiete, die bisher als „weiße Flecken“ vom schnellen Internet abgehängt waren, können nun erschlossen werden. Die Kreisverwaltung hat die drei mit dem Ausbau beauftragten Anbieter Telekom Deutschland, Innogy TelNet und Inexio aufgefordert, für die jeweiligen Gebiete entsprechende Ausbauzeitpläne vorzulegen.

Hocherfreut kommentiert Landrat Alexander Saftig die guten Nachrichten: „Die flächendeckende Verfügbarkeit von leistungsfähigen Internetanschlüssen ist ein wichtiger Standortfaktor. Die Versorgung mit modernem Breitbandzugang ist zwingend notwendig, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Kreises Mayen-Koblenz zu erhalten und zu steigern. Sie gewinnt aber auch an Bedeutung, wenn es um die Wahl eines Wohnsitzes geht und darum, die Daseinsfürsorge zu sichern und zu verbessern.“

Hartnäckig arbeitete die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WFG) an dem Thema. Da der Wettbewerb der Netzanbieter alleine die bestehende Unterversorgung des  Landkreises Mayen-Koblenz mit hochleistungsfähigem Internet nicht beseitigen konnte, hatte sich der Kreis entschlossen, den bedarfsgerechten Ausbau der Breitbandversorgung zusammen mit den Städten und Gemeinden im gesamten Kreisgebiet voranzutreiben.

Landrat Saftig unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: „Leistungsfähige Internetverbindungen, die große Datenmengen schnell übertragen, sind ein wichtiger Baustein kommunaler Infrastrukturen und entscheidender Standortfaktor für die Städte und Gemeinden.“  Und WFG-Geschäftsführer Henning Schröder ergänzt: „Mit dem kreisweiten Ansatz sollte einer möglichst kosteneffizienten und wettbewerbsneutralen Umsetzung der Ausbaubestrebungen in den unterversorgten Gebieten Rechnung getragen werden. Gut, dass uns das jetzt gelungen ist.“

Um Lösungen durch den Markt nicht zu behindern und Fehlinvestitionen zu vermeiden, hatte der Landkreis eine sogenannte Markterkundung bei den Breitbandversorgern durchgeführt. Hier teilten die Telekommunikationsanbieter mit, welche Flächen bereits ausgebaut sind bzw. in den nächsten 36 Monaten auf eigene Kosten ausgebaut werden. In diesen Bereichen dürfen nach EU-Vorgaben keine öffentlichen Zuschüsse eingesetzt werden.

„Anhand der eingereichten Unterlagen konnten die Gebiete identifiziert werden, die weder über eine ausreichende Breitbandverbindung verfügen noch in den nächsten drei Jahren durch einen Telekommunikationsanbieter ohne kommunale Hilfe ausgebaut werden. Diese sogenannten weißen Flecke konnten grundsätzlich zum Ausbau ausgeschrieben werden, für den wir einen Förderantrag beim Bund und beim Land gestellt haben“, so Schröder. Nun endlich nach zähem Ringen und Warten die erlösende Nachricht, dass ein vorläufiger Bewilligungsbescheid durch Bund und Land ausgestellt ist. Nachdem sich in einem Ausschreibungs- und Vergabeverfahren die drei Anbieter durchgesetzt hatten, können diese nun damit starten, die Versorgungslücken im Kreisgebiet zu schließen. „Endlich können die Bagger rollen“, kommentiert dann auch der Landrat erleichtert.

Gefördert wird der Ausbau zu 50 Prozent durch den Bund und zu 40 Prozent durch das Land Rheinland-Pfalz, so dass sich der kommunale Anteil auf 10 Prozent begrenzt.  Die Kosten für den  Ausbau belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. In den weißen Flecken werden 3.678 Haushalte und 218 Gewerbebetriebe vorsorgt. Dafür werden im Ausbaugebiet 78 sogenannte Kabelverzweiger und 19 Hauptverteiler gebaut oder  aufgerüstet, die das Glasfaserkabel in  die Ausbaugebiete bringen. Rund 121 Kilometer Glasfaser werden neu verlegt. 

Hier finden Sie die Projektgebiete.