Buntes Programm erfreute Senioren

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In Kettig lebt man die Gemeinschaft. Man konnte es im Bürgerhaus auf der Senioren-Weihnachtsfeier hautnah miterleben, die sich unter Mitwirkung zahlreicher junger Menschen zu einer Mehrgenerationenfeier entwickelt hat. Rund 200 Seniorinnen und Senioren ließen sich von der Dynamik der Aufführungen jüngerer Generationen anstecken und genossen einen kurzweiligen Nachmittag. Zu einem gelungenen Fest gehören ein freundlicher Gastgeber und ein guter Service. Ortsbürgermeister Peter Moskopp absolvierte den Part des Gastgebers und Moderator perfekt, ebenso wie die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der ortsansässigen Vereine den des Services.

„Es ist immer wieder schön, in der Vorweihnachtszeit mit Ihnen zu dieser bereits traditionellen Weihnachtsfeier zusammenzukommen“, begrüßte Ortsbürgermeister Peter Moskopp seine Gäste, darunter auch der Erste Beigeordnete Thomas Przybylla, zur mittlerweile 55. Senioren-Weihnachtsfeier. „Es ist ein schönes Gefühl, Sie alle hier zu sehen. Nicht umsonst lautet unser Motto: „Wir lassen keinen allein - für uns ist jeder wichtig“, so Moskopp.

Auch nachdenkliche Töne gehören zu Weihnachten. So forderte Moskopp seine Gäste auf, die vielen Weihnachtsreden über Nächstenliebe zum Anlass zu nehmen, darüber nachzudenken, ob diese Nächstenliebe auch in den restlichen elf Monaten des Jahres praktiziert werde. Nächstenliebe zeichne sich insbesondere durch Taten aus. „Darüber zu reden reicht bei weitem nicht aus“, schließt Moskopp seine Ansprache mit dem Gedicht „Stern“ von Wilhelm Busch.

Musikalischen Hörgenuss boten der Kirchenchor Cäcilia und der Männergesangsverein Cäcilia Kettig, die mit weihnachtlichen Klängen auf die nahenden Festtage einstimmten. Singend zogen schließlich die Kinder der kommunalen Kindertagesstätte in die Bürgerhalle ein und entführte das begeisterte Publikum in „die Weihnachtsbäckerei“.

Von der fröhlichen Stimmung der Jüngsten angesteckt begannen Füße zu wippen und auch die Hände der Gäste gerieten in Bewegung. Die gute Stimmung erreichte mit der Aufführung der Kettiger Grundschüler und der Darbietung der Flötengruppe der Rheinischen Musikfreunde schließlich ihren Höhepunkt. Rückblicke gehören ebenfalls zu einem solchen Fest. In einem Interview ließ Holunderprinzessin Selina I. das vergangene Jahr Revue passieren. Peter Moskopp versäumte es bei der Gelegenheit nicht, Grüße nach New York zu senden, wo sich die Holunderkönigin Andrea I. derzeit aufhält. Die Leinwandpräsentation der jüngsten Seniorenfahrt ließ bei den Gästenviele Erinnerungen aufkommen. Bei Kaffee und Kuchen verarbeiteten sie die Erinnerungen in angeregten Gesprächen, ehe sie respektvoll Nikolaus Raimund Israel mit seinem Engel empfingen. Angeleitet von den rheinischen Musikfreunden, waren beim gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern zum Abschluss des gelungenen Senioren-Weihnachtsfestes auch die Kehlen der Gäste gefordert. „Es war ein unterhaltsames Fest mit tollen Beiträgen“, freut sich Seniorin Maria Moskopp (72). „Eine schöne Einstimmung auf den Advent.“ Auch Winfried Winden, der in diesem Jahr zum dritten Mal an dem Fest teilnimmt, zeigt sich von dem Programm begeistert. „Ich finde es toll, dass dieses traditionelle Fest, das 1962 ins Leben gerufen wurde auch heute noch ein fester Termin im Kalender der Ortsgemeinde ist.“ Auch wenn Franz-Josef Nickenich von der Freiwilligen Feuerwehr Kettig noch nicht zu den Senioren zählt, darf er dennoch mitfeiern. Denn schließlich sorgt er mit seinem Kollegen dafür, dass die Gäste, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, bequem in die Halle und wieder nach Hause kommen. Auch die rund 67 Seniorinnen und Senioren, die nicht am Fest teilnehmen konnten, brauchten auf den leckeren Kuchen nicht zu verzichten - er wurde ihnen von freiwilligen Helfern nach Hause gebracht - getreu dem Kettiger Motto: „Wir lassen keinen alleine - für uns ist jeder wichtig.“

 

Quelle: Blick aktuell 12.12.17, Seite 18