Kettig macht den Weg für Lebensmittelmarkt frei

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Viel Holz und Glas. So könnte der "Penny Kettig" aussehen.
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Fotomontage: Stefan Gies Webdesign
Kettig. Jetzt kann der Nahversorger kommen: Einstimmig bei einer Enthaltung hat der Ortsgemeinderat Kettig in seiner Sitzung am Mittwochabend die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplan für einen Lebensmittelmarkt am Mittelweg beschlossen.

Armin Elsen, Leiter der Projektentwicklung für Fachmarktzentren beim Investor Deutsche Immobilien Gruppe (DI), stellte den Ratsmitgliedern vor der Abstimmung das Projekt noch einmal im Detail vor und gab einen Einblick in die Arbeit der DI. Seit 35 Jahren beschäftigt sich die Gruppe mit der Entwicklung und dem nachhaltigen Management von Immobilien. Aktuell verwaltet die DI deutschlandweit 40 Immobilienobjekte im Wert von 2 Milliarden Euro. Darunter befinden sich elf Einkaufszentren und Fachmärkte. Außerdem lobte Armin Elsen die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ortsbürgermeister Peter Moskopp. Denn nur über persönliche Netzwerke ist die DI überhaupt auf den Standort in Kettig aufmerksam geworden, sagte Elsen im Gespräch mit der RZ.
Dass es seit 2014 gut drei Jahre gedauert hat, bis in Kettig endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden konnten, ist aus Elsens Sicht ganz normal. „Es dauert seine Zeit, bis die Maschinerie in Gang kommt. Zumal die Grundstücksicherung nicht ganz einfach war. Und auch die Bodenverhältnisse haben uns zu einer Umplanung gezwungen“, betont er. Nach erster Planung, so Elsen weiter, wäre eine Bebauung und die Andienung mit Schwerlastverkehr in dem ehemaligen Bimsabbaubereich nicht möglich gewesen.
Die genaue Höhe der Investition in Kettig wollte Elsen nicht preisgeben. Vergleichbare Objekte, so sagte er aber, kosten zwischen 3 bis 5 Millionen Euro. Das angeschlossene Café soll übrigens kein originärer Bäcker werden, sondern eine neue anspruchsvolle Gastronomie für Kettig werden. „Dafür suchen wir aber noch einen vernünftigen Betreiber mit einem nachhaltigen Konzept“, sagt Elsen. Was unterdessen Ortschef Peter Moskopp sehr freute, ist, dass die einst genannte Zahl an neuen Arbeitsplätzen für den Standort am Mittelweg durch Elsen von 18 auf circa 40 nach oben korrigiert wurde.

Quelle: Rheinzeitung.de (10.02.2017)